Eine der häufigsten Fragen, die Kunden vor der Auswahl von Terrassendielen stellen, lautet: „Wird sie im Sommer nicht zu heiß und kann man barfuß darauf laufen?“
Fast 90 % aller gebauten Terrassen sind offen. Das betrifft nicht nur Bereiche rund ums Haus, sondern auch Flächen in Cafés und Restaurants, Poolbereiche sowie Terrassen auf Balkonen oder Dächern. Deshalb sind sie täglich direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt.
Wir klären, welche Terrassendielen sich am stärksten aufheizen, was zu tun ist, wenn die Oberfläche zu heiß wird, und wie man ein Material wählt, das barfuß möglichst angenehm ist.
Warum heizt sich die Terrasse auf?
Wichtige Faktoren, die die Temperatur von Terrassendielen beeinflussen:
- Farbe
Dunkle Farbtöne (Graphit, Wenge, Anthrazit) heizen sich stärker auf als helle (Sand, Grau, Beige). Das ist einfache Physik: Dunkle Farben absorbieren mehr Sonnenlicht.
- Materialzusammensetzung
- WPC-Dielen (Holz-Kunststoff-Verbund) enthalten Holzmehl und Polymer, wodurch sie eine mittlere Wärmeleitfähigkeit haben.
- Coextrudierte Dielen haben eine schützende Polymerschicht. Diese Modelle haben in der Regel eine glatte Oberfläche, die sich stärker aufheizt.
- Natürliches Holz heizt sich weniger auf, erfordert aber intensive Pflege und höhere Zeit- und Kostenaufwände.
- Oberflächenstruktur
Glatte oder glänzende Oberflächen fühlen sich heißer an. Strukturierte oder matte Oberflächen heizen sich weniger auf und leiten Wärme besser ab.
- Lage der Terrasse
Eine offene Südterrasse ohne Überdachung heizt sich immer stärker auf als eine beschattete oder teilweise geschützte Fläche.
Die angenehme Temperatur für nackte Füße liegt bei etwa 50–55 °C. Alles darüber kann zu Unbehagen oder sogar Verbrennungen führen, besonders bei Kindern oder Haustieren.
Welche Dielen heizen sich weniger auf?
- Helle Farben heizen sich weniger auf. Für sonnige Außenbereiche eignen sich Beige, Sand, Hellgrau oder Weiß.
- Sie wirken nicht nur leicht und natürlich, sondern absorbieren auch weniger Wärme. Beispielsweise heizen sich Bruggan Multicolor Smoke White, Bruggan Elegant Cream Latte oder Legro Evolution Fashion White etwa 30 % weniger auf als dunkle Alternativen.
- Eine matte, strukturierte Oberfläche ist nicht nur rutschfest und blendfrei, sondern heizt sich auch weniger auf – ideal für Poolbereiche oder Kinderspielplätze.
- Dielen ohne Polymerschicht regulieren die Wärme oft besser als glatte coextrudierte Modelle.
Was tun, wenn sich die Terrasse bereits stark aufheizt?
- Eine Überdachung oder Pergola installieren – selbst eine teilweise Beschattung senkt die Oberflächentemperatur um 10–15 °C.
- Outdoor-Teppiche, Holzroste oder Deckplatten verwenden – sie schaffen eine angenehme Fläche für nackte Füße.
- Helle Möbel und Deko-Elemente wählen – sie schützen Teile des Belags vor Sonne und schaffen optisches Gleichgewicht.
- Die Terrasse in den heißesten Stunden mit Wasser benetzen – der Effekt ist temporär, aber spürbar.
Wie wählt man Dielen, die nicht verbrennen?
- Fragen Sie den Anbieter nach den thermischen Eigenschaften des Materials. Zuverlässige Marken wie Bruggan und Legro testen ihre Produkte auf Wärmeentwicklung.
- Machen Sie den Test mit Mustern – legen Sie sie in die Sonne und laufen Sie nach einer Stunde barfuß darüber.
- Berücksichtigen Sie die Lage Ihrer Terrasse: Für Südlagen empfiehlt es sich, gleich helle und „kühlere“ Modelle zu wählen.
Das Problem der Überhitzung von Terrassendielen ist wichtig, aber lösbar.
Die richtige Wahl von Farbe, Oberflächenstruktur und Raumplanung sorgt dafür, dass Ihre Terrasse auch an heißen Tagen barfuß angenehm bleibt.
Absolut „kühle“ Terrassendielen gibt es zwar nicht, aber man kann immer eine optimale Lösung für den eigenen Außenbereich finden.
